Scientifica 2021 "Wie hilft Künstliche Intelligenz bei der Behandlung seltener Krankheiten?" - Podiumsdiskussion

Am Samstag 4. und Sonntag 5. September 2021 fand an der Universität Zürich und an der ETH Zürich die Scientifica 2021 zum Thema "Natürlich – künstlich" statt. Das MERH freute sich, auch dieses Jahr unter anderem durch eine Podiumsdiskussion vertreten sein zu dürfen.

 

Die Podiumsdiskussion wurde aufgezeichnet und kann direkt auf dieser Seite oder alternativ unter diesem Link angeschaut werden!

 

 

Science Café/Panel Discussion nr. 308 zum Thema "Wie hilft Künstliche Intelligenz bei der Behandlung seltener Krankheiten?"

Termin:
Samstag, 4. September, 15:00 – 16:30 Uhr
Café Fusion, ETH Hönggerberg

 

Das Science Café des MERH findet im Zusammenhang mit dem Science Café/Panel Discussion nr. 318 zum Thema "Am Rande des Natürlichen: Innovative Therapien für seltene Krankheiten" statt, organisiert durch den UFSP ITINERARE

Termin:
Samstag, 4. September, 13:00 – 14:30 Uhr
Café Fusion, ETH Hönggerberg

 

WICHTIG: Covid-​Zertifikat für den Besuch der Scientifica 2021 notwendig!

 

Beschreibung

Anders als der Name vermuten lässt, sind von seltenen Krankheiten etwa 500'000 Menschen in der Schweiz und rund 350 Millionen Menschen weltweit betroffen, also insgesamt mehr als von häufigen Krankheiten wie Diabetes. Es ist jedoch eine vielfältige Gruppe von über 7'000 Krankheitsbildern, die aufgrund des frühen Auftretens der Symptome meist bei Kindern diagnostiziert werden. Sie haben einen starken klinischen, sozialen und wirtschaftlichen Einfluss. Da einzelne seltene Krankheiten nur wenige Menschen betreffen, stellen sie besondere gesellschaftliche Herausforderungen in Bezug auf die Therapieentwicklung und den Zugang zur Behandlung dar. 

Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Lage, grosse Datenmengen zuverlässig und effizient auszuwerten und so zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Die möglichen Anwendungsgebiete in der Medizin sind immens und reichen von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden. Entsprechend gross ist auch die Hoffnung, dass KI zu einer Verbesserung der Situation von Personen mit seltenen Krankheiten führt.

Im Rahmen dieser Podiumsdiskussion wird der Frage nachgegangen, wie KI die Situation von Personen mit seltenen Krankheiten verbessern kann. Zudem werden ausgewählte juristische und ethische Fragen erörtert, die sich bei einer Nutzung von KI in der Medizin stellen.

 

Diskussionspanel

Prof. Dr. iur. utr. Brigitte Tag

Prof. Tag ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Sie ist zudem Vorsitzende des Leitungsausschusses des Kompetenzzentrums MERH und stellvertretende Direktorin des UFSP ITINERARE. In ihrer akademischen Tätigkeit beschäftigt sie sich unter anderem mit den juristischen Implikationen seltener Krankheiten. 

Prof. Dr. med. Matthias Baumgartner

Prof. Baumgartner ist Direktor Forschung und Lehre am Universitäts-Kinderspital Zürich. Er ist auch Professor für Stoffwechselkrankheiten an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich und Co-Direktor des UFSP ITINERARE. Ein besonderer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist die Erforschung seltener Krankheiten aus einer klinischen Perspektive. 

Prof. Dr. med. Michael Krauthammer

Prof. Krauthammer ist Professor für Medizininformatik an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich. Zusammen mit seiner Forschungsgruppe verfolgt er diverse Projekte im Bereich der klinischen Datenwissenschaften und translationalen Bioinformatik, so auch zur Thematik seltener Krankheiten.

Moderator: Beat Glogger

Beat Glogger ist ein Schweizer Wissenschaftsjournalist, Fernsehmoderator und Autor. Er studierte Biologie und Biochemie in Zürich, schloss sein Studium als Journalist ab und moderierte anschließend MTW, eine beliebte Schweizer Wissenschaftssendung im Fernsehen. Im Jahr 2006 wurde er für den von der Europäischen Kommission verliehenen Descartes-Preis für Wissenschaftskommunikation nominiert; 2008 wurde er zum Wissenschaftsjournalisten des Jahres ernannt.

 

 

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